Abbild und
Abstraktion

Artist
Statement
 

In meiner Arbeit geht es mir nicht um ein mimetisches Abbild in der Malerei. Ich arbeite immer mit abstrakten und gegenständlichen Bildelementen, einer Mischung aus Präzision und Offenheit, Anwesenheit und Abwesenheit, leuchtender Lebendigkeit und düsterer Melancholie. Ich spiele mit dem Paradoxon und der Spannung, die entsteht, wenn man Abbild und Abstraktion kombiniert. An welchem Punkt zum Beispiel wird eine Fläche zu einem Gesicht? Das interessiert mich. 

Selbst wenn meine Bilder vielleicht wirken, als seien sie impulsiv und intuitiv entstanden, ist das genaue Gegenteil der Fall. Jedes Detail, jeder Farbton, jeder Farbauftrag, jede Form, jede Fläche, alles ist wohl überlegt und bewusst gesetzt.

Durch die Figuration und den Gegenstand vermittelt sich mein Motiv. Ich spreche den Betrachter direkt an. In der Abstraktion gewinne ich mehr Möglichkeiten in der Farbigkeit, sie hinterfragt, was man sich unter einem Bild vorstellt. Es gibt Linien, Pinselstriche und Farbflecken. Es ist nicht mehr alles ein konkretes Abbild. In dieser Mehrdeutigkeit liegt eine ungeheure Dynamik. Neue Wege und Möglichkeiten der Bildbetrachtung entstehen. Die Malerei selbst wird zum Thema des Bildes.

Dana Arp

„Es ist vor allem das sich eigentlich widersprechende Zusammenspiel von Anwesenheit und Abwesenheit, von Figuralität und Abstraktivität, von bunter Lebendigkeit und fast düsterer Melancholie, das einen als Betrachter an die Arbeiten fesselt.“

Cordula Güdemann

„Claudia Magdalena Merk, beschreitet einen nicht ganz einfachen Weg, sie malt gegenständlich und auch wieder nicht und löst ihre Motive in der Malerei auf. Es ist erkennbar, was sie darstellen möchte, aber man kann auch sehen, daß ihre Malerei, die Farbe, die Malweise, die an vielen Stellen das Dargestellte durchkreuzt, auflöst und aufsplittert, allem eine andere Wertigkeit verleiht, so als ob die Malerin mithilfe von Pinsel und Farbe sagt: schau mal, es ist doch auch ganz anders, ich sehe eine Farblandschaft, einen farbigen Haufen, eine aus dem Zusammenhang von Zweck und Nutzen oder aus einem schwierigen Kontext genommene Situation, untersuche sie, und stelle sie erstmal auf den Kopf, erfinde sie neu. Die Welt wird reicher dadurch.“

 

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